3D-Prägung

Anwendungsgebiete
Erzielen von attraktiven erhabenen Folieneffekten ohne aufwendige Prägestempel, insbesondere auch auf Materialien und bei Verfahren, die nicht für Hochprägungen geeignet sind.

Vorteile 3D-Prägung

-          es werden keine Prägestempel benötigt

-          in der Regel vorhandene Maschinen können für das Verfahren verwendet werden

-          Effekte können erzielt werden, die mit bisherigen Verfahren nicht möglich waren

-          Ein 3D-Effekt kann auch bei Rollenware permanent erzielt werden

 

Verfahren:

Siebdruck
Auf das zu beprägende Substrat wird mit Siebdruck ein speziell auf die Prägefolie abgestimmter Kleber aufgetragen. Hierbei ist die Siebfeinheit zu beachten. Richtwerte sind ca. 30-50 bei Flächen und 120 – 180 bei feinen Details. Die Verwendung von Siebgewebe mit einem Winkel von 22,5° können das Druckergebnis insbesondere bei feinen und geraden Linien positiv beeinflussen.

Zu beachten ist, daß bei der Beschichtung die Höhe des Kleberauftrages durch die Anzahl der Beschichtungsvorgänge beeinflußt wird. Beschichtungen von 1:5 / 1:6 bei einer Rakelhärte von 45 bis 90 Shore sind durchaus üblich.

Für den Kleber stehen 4 Varianten mit unterschiedlicher Viskosität (hoch, mittel, niedrig, Standard) und  verschiedene Hilfsmittel (Entschäumer 2-5%, Oberflächenspannungsreduzierer 2-5%( für PVC und PP, Weichmacher und Antistatikum) zu Verfügung.

Trocknung
Die Trocknung und Polymerisation des aufgetragenen Klebers erfolgt durch UV-Trocknung (Energie ca 250 bis 350 Milijoule/cm²)

Transfer
Durch ein nachfolgendes Anpressen der Folie durch eine beheizte Silikonlwalze (rotativ) oder Silikonplatte (45 bis 90 Shore) mit ca 160 Grad Celsius erfolgt ein Fixieren der Metallicschicht im Bereich des Klebers auf das Substrat.